Verhaltenskodex

Ich bitte um einen respektvollen und sachlichen Umgang miteinander.

Beiträge, die sich kritisch mit meinen Texten auseinandersetzen, sind ausdrücklich erwünscht.

Solche Beiträge hingegen, die andere Menschen auf Grund ihrer Religion, Ethnie, Nationalität, sozialen Herkunft oder ihres Geschlechts beleidigen, werden ohne Zögern von mir gelöscht.

Ich bitte ganz besonders darum, beim Verfassen von Diskussionsbeiträgen Wert auf äußere und innere Form zu legen. Rechtschreibung und korrekter Satzbau gehören zum guten Ton. Außerdem empfiehlt es sich – zumal bei inhaltlisch komplizierten Themen – zumindest einen Moment über die inhaltliche Struktur eines Beitrages nachzudenken.

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  1. #1 von wollepelz am 24. Februar 2014 - 7:58

    Sorry, mich befremdet sowas. Das liegt wohl daran, dass man mir als Baby irgendwie den Revolutionär verfüttert hat.

    Legasthenie existiert. Du schließt mit Deinem „Kodex“ direkt einige Menschen aus. Feministinnen gehören mit ihrer „eigenen“ Rechtschreibung übrigens auch dazu. 😛

    Kodex. Was bedeutet nun das Wort „Kodex“…

    ‚Ko•dex, der; -es,-e/Ko•di•zes

    1. RELIGION kirchliches Gesetzbuch, Gesetzessammlung, Codex
    2. mittelalterliche Handschrift, Codex

    Nun denn. Ist ja alles drin, was man braucht. Das Mittelalter und die Religion. (Verstoße ich mit diesem Nicht-Satz eigentlich gegen den Kodex? :P)

    Natürlich sollte man einen gewissen Umgang an den Tag legen. Der sollte aber selbstverständlich sein. Man wird niemanden, der einen solchen Umgang eben nicht hat, druch einen solchen „Kodex“ zu einem besseren Umgang bewegen.

    Kommentare, die völlig daneben geraten, sollte man gar nicht erst freischalten.

    Mich schreckt ein solcher „Kodex“ erst einmal ab. Mag sein, dass es Dir lediglich um eine gepflegte Diskussionskultur geht. Die kann man aber mit anderen Mitteln durchsetzen.

    Wie gesagt: Mich befremdet so etwas. Ich glaube, es würde niemandem auffallen, wenn Du diesen Beitrag verschwinden lässt und einfach guckst, dass Du Beiträge, die völlig neben der Spur sind, einfach nicht veröffentlichst. Die Grenzen hierbei ja sind auch fließend. Für mich sind viele Dinge schon schnell neben der Spur.

    Du hast in Deiner Aufzählung den Feminismus vergessen. Die EU hat ja in einem Gesetzentwurf ungefähr die gleichen Vokabeln benutzt wie Du, nur dass noch der Feminismus hinzugekommen ist. Dahin führt nämlich die Reise der politischen Korrektheit und des Feminismus. Ich finde nicht, dass wir uns gleiches erlauben sollten.

    Wenn ich jetzt „Negerkuss“ schreibe, ist das gegen den Kodex? Habe ich dann in einem Beitrag schon zweimal gegen den „Kodex“ verstoßen? Schlimm.

    Nix für ungut: Du meinst es wahrscheinlich gut, aber es kommt – zumindest bei mir – eher merkwürdig an. Ja, ich gewöhne mir gerade die politische Korrektheit wieder so gut es geht ab, weil sie nur zu Zensur und einer Politik der vorgegebenen Diskussionen führt.

    • #2 von wollepelz am 25. Februar 2014 - 10:13

      Ich zitiere aus der allseits beliebten Wikipedia zum Thema Zensur:

      „Zensur (lateinisch censura) ist ein restriktives Verfahren von in der Regel staatlichen Stellen, um durch Massenmedien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden.“

      Der Begriff Zensur funktioniert hier nicht.

      Außerdem ist es Quatsch, mir „Zensur“ vorzuwerfen, wenn man selbst schon Legastheniker ausschließt. Das ist etwas…

      Sorry, ich ärgere mich gerade. Dein Kodex diskriminiert direkt schon einmal Menschen mit einer Rechtschreibschwäche und dann kommst Du mir damit an, dass ICH der Zensur anhänge. Wir reden hier von Blogs, die privater Natur sind.

      Dein Kodex schließt direkt viele Äußerungen aus und Du wirfst mir Zensur vor, wenn ich Kommentare nicht veröffentliche, weil sie z. B. gegen das Grundgesetz verstoßen?

      Klar, Dinge von vorneherein auschließen und dann anderen Zensur vorwerfen. Herzlichen Glückwunsch. Du hast Demokratie überhaupt nicht verstanden.

      Wenn ich einen Blog betreibe, darf ICH entscheiden, welche Kommentare ich veröffentlichen will. Da gibt es überhaupt keine Verpflichtung. Anders sieht es aus, wenn staatliche Stellen dies tun.

      Nebenbei: Die meisten Zeitungen praktizieren eine „Zensur“, die nicht schön ist. Es werden viele Kommentare nicht veröffentlicht, die nicht in die Ideologien des Staatsfeminismus passen.

      Ich veröffentliche alle Kommentare, die nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. Gegen die Rechtschreibung dürfen sie allerdings verstoßen.

      Ich habe Robin Urban allerdings gesperrt. Vergleiche mit Goebbels finde ich nicht angebracht. Sie war dann auch sehr einsichtig und schmiss mir ein „Heul doch!“ an den Kopf. Solche Menschen müssen bei mir nicht kommentieren. Wenn das Zensur ist: Mea culpa!

      In meinem Blog gibt es übrigens so einige Beiträge GEGEN die Zensur. Daher ärgert mich Dein Vorwurf besonders. Du willst vorweg bestimmen, dass nur Menschen kommentieren dürfen, die z. B. die Rechtschreibung beherrschen usw. Reglementierst also schon vor der ersten Zeile des Kommentierenden, willst mir dann aber Zensur vorwerfen, weil ich Dinge nicht veröffentliche, weil sie „völlig daneben“ sind?

      Ich soll also rechtsradikale Sprüche veröffentlichen, um DEINER Definition von Zensur zu entgehen? Ne, lass mal.

      Ach so: Müsste ich ja gar nicht. Viele von denen sind ja der Rechtschreibung nicht mächtig. Nach Deinem Kodex hätten die ja nichts zu kommentieren. (War jetzt ein fieses Vorurteil mit der Rechtschreibung.)

      Sorry, mich ärgert das. Du schließt von vorneherein Menschen aus und kommst MIR dann mit Zensur. Ich habe bis jetzt nur Menschen „zensiert“, die mich auf das Übelste beleidigt haben. Das ist mein gutes Recht.

      Ich schließe aber niemanden wegen seiner Rechtschreibung aus. Dafür ist meine eigene viel zu verbesserungswürdig.

      Dass Du den Spieß der Zensur einfach umdrehen willst, ist schwach.

      • #3 von Der nachdenkliche Mann am 25. Februar 2014 - 18:52

        Du machst hier aus einer Mücke einen Elefanten und drehst offenbar jedes meiner Worte so herum, wie es Dir gerade passt. Hier geht es lediglich darum, nachvollziehbar zu machen, was ok ist und was nicht. Wenn Du das doof findest und es für besser hältst, auf Deinem Blog nach Gutdünken von Fall zu Fall zu entscheiden, oder wie du neuerdings aufwirfst nach GG, dann mach das. Wenn Du Rechtschreibung doof findest, ist das Dein Bier. Ist mir egal. Das hier ist mein Blog, das oben genannte sind meine Prinzipien. Wenn Dir das nicht gefällt, wird es Dich beruhigen zu erfahren, dass Du von niemandem dazu gezwungen wirst, hier zu kommentieren.

        An alle Legastheniker, die dies hier lesen: Ihr seid natürlich nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich werde ich sowieso keine Beiträge wegen schwacher Rechtschreibung löschen, ich finde nur, dass dies ein Zeichen von Respekt gegenüber den Mitdiskutanten ist. Wer dazu aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage ist, kann ja kurz auf eine bestehende Legasthenie hinweisen, dann wissen alle bescheid und können es entsprechend einordnen.

  2. #4 von Der nachdenkliche Mann am 24. Februar 2014 - 12:29

    Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, das so ausführlich zu beschreiben. Daher sollst Du auch eine ausführliche Antwort erhalten.

    Zunächst zum Wort Kodex: Nun, Wortbedeutungen ändern sich. Das Mittelalter ist vorbei, die Kirche hat heute – zumindest in Mitteleuropa – nicht mehr diesen Stellenwert. Anstatt des Wortes „Verhaltenskodex“ hätte ich auch das Wort „Verhaltenskanon“ nehmen können, ersteres erscheint mir aber geläufiger und treffender.

    Auch geht es mir nicht darum, hier Leute umzuerziehen. Sinn und Zweck dieses Kodex ist, meine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Daher trifft der Vorwurf der politischen Korrektheit und der Zensur auch viel stärker auf dich selbst zu denn auf mich: Du sagst, Kommentare, die völlig daneben gingen, solle man einfach löschen. Bei einem derart gedankenlosen Satz sträubt sich alles in mir.
    Denn was ist das, ein Kommentar, der „völlig daneben geraten“ ist? Du scheinst das nach persönlichem Gutdünken je nach Situation selbst festlegen zu wollen. Nun, da sind wir schon auf dem besten Wege zur Zensur. Herzlichen Glückwunsch!
    Wenn es aber diesen Kodex gibt, ist für jedermann von vornherein klar, welche Regeln es gibt und was passiert, wenn sich daran nicht gehalten wird. Indem ich diese Regeln veröffentliche, stelle ich ein gewisses Maß an Rechtssicherheit her – sowohl für Kommentierende, die sicher sein können, dass ihnen nichts passiert, wenn sie sich innerhalb der Regeln bewegen und diese Sicherheit auch mit Verweis auf diesen Kodex einklagen können, als auch für mich, der eben nicht in die Verlegenheit kommt, nach Gutsherrenart entscheiden zu müssen sondern sich auf vorher feststehende Regeln berufen zu können.

    Wer mit diesem Regelwerk nicht d’accord ist, wer also respektlos und unsachlich argumentieren, Menschen beleidigen und unverständliches Kauderwelsch veröffentlichen möchte, der möge sich von diesem Blog fernhalten. Alle anderen sind herzlich Willkommen. Du hast dir nichts davon zu Schulden kommen lassen sondern im Gegenteil sogar den zweiten Satz, die sachlich-kritische Auseinandersetzung mit meinen Texten erfüllt, bist also herzlich Willkommen.

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